Top-Favorit siegt beim 30. Raiffeisen-Cup

Eines der beiden klassenhöchsten Teams gewinnt den Raiffeisen-Cup 2025, zwei Eschweiler Kreisligisten landen unter den Top-Drei und einem Torwart-Urgestein wird eine besondere Ehre zuteil.

Wie es sich für die Jubiläumsausgabe eines Turniers gehört, hatte sich das Orga-Team um Tim Schmitz für die Präsentation der teilnehmenden Mannschaften in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Während in der Vergangenheit die einzelnen Spieler schon immer einzeln vorgestellt wurden, schafften die Cheerleader der Eschweiler Handballer mit ihrem Spalier diesmal einen ganz besonderen Rahmen. Dass die ESG-Cheers Support können, zeigten sie dann anschließend auch noch mit einer einstudierten Choreografie, die von den begeisterten Zuschauern mit großem Applaus gefeiert wurde.

Zu Beginn des Turniers zeigten die Ergebnisse zunächst, dass die Klassenzugehörigkeit eines Teams nicht zwangsläufig mit erfolgreichem Hallenfußball einhergehen muss. In Gruppe A kam Bezirksligist Falke Bergrath zum Auftakt nicht über ein 2:2 Unentschieden gegen Titelverteidiger SC Berger Preuß hinaus, während sich der VfL Vichttal die Punkte mit Bezirksligist Kohlscheider BC teilen musste. In der anderen Gruppe (B) gelang Mittelrheinligist 1. FC Düren immerhin ein knapper Sieg (3:2) gegen den SV St. Jöris, während die klassenhöhere SG Stolberg dem Gastgeber FC Eschweiler mit 1:3 unterlag. Aufhorchen ließen nicht zuletzt die deutlichen Siege des Vorjahressiegers SC Berger Preuß (9:1 gegen Kohlscheid) und des SV St. Jöris (10:1) gegen jeweils höher spielende Mannschaften.

Titelverteidiger scheidet nach der Vorrunde aus

Nachdem alle Teams zwei Partien bestritten hatten, schienen die Chancen das Halbfinale zu erreichen, für die Falken aus Bergrath nur noch theoretischer Natur zu sein. Ebenso wenig dürften die Preußen noch damit gerechnet haben, den Sprung in die Vorschlussrunde zu verpassen. Manchmal kommt es dann allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz aber doch anders. Denn im letzten Spiel der A-Gruppe schlug Vichttal den Titelverteidiger mit exakt dem Ergebnis (9:0), das für Bergrath reichte, um weiterzukommen. Der SC Berger Preuß schied aus, Vichttal holte den Gruppensieg. In Gruppe B verspielte der FC Eschweiler durch eine 3:4-Niederlage gegen St. Jöris den Gruppensieg, zog aber gemeinsam mit dem Lokalrivalen ins Halbfinale ein. Ausgeschieden waren neben der SG Stolberg auch einer der beiden Top-Favoriten, der 1. FC Düren.

Fußballerische Klasse setzt sich am Ende durch

Dass sich der VfL Vichttal langsam freigespielt hatte, deutete sich spätestens im letzten Vorrundenspiel des Mittelrheinligisten an, zeigte sich dann aber auch beim klaren 5:1-Halbfinalsieg gegen die Indelöwen des FC Eschweiler.  Im zweiten Duell um den Finaleinzug schaffte der SV St. Jöris gegen Bergrath wenige Sekunden vor Schluss den Ausgleich und entscheid das anschließende Neunmeterschießen für sich. Vom Punkt aus wurde am Ende auch das Spiel um den dritten Platz entscheiden, nachdem FCE-Keeper Muzaffer Alkis  zwei Schüsse parieren konnte. Nachdem das Erreichen des Endspiels wohl alle Erwartungen bereits übertroffen hatte, konnte das Team des SV St. Jöris auch in der letzten Turnierbegegnung noch einmal überzeugen, musst sich der Dynamik und spielerischen Klasse der Vichttaler am Ende aber geschlagen geben.

Würdigung eines Torwart-Urgesteins

Die Siegerehrung wurde am Ende eins spannenden Turniertages von Eric Morsch (1. Vorsitzender, FC Eschweiler), Julian Müller (Raiffeisenbank Eschweiler) und Tim Schmitz (Turnierleitung und -organisation) durchgeführt. Als bester Torschütze des Vorrundenturniers wurde Mohamed Mazouje (Bild 1 v.l., 9 Treffer) vom ausrichtenden FC Eschweiler ausgezeichnet. Am Finaltag zeigten sich mit Dogukan Türkmen (Bild 2) und Frederik Said (Bild 3) zwei Spieler des Turniersiegers in gleichem Maße treffsicher (5 Tore). Bemerkenswert an der Stelle: Said wurde gleichzeitig auch als bester Keeper des Turniers gekürt. Uli Herzog (Bild 4), sein Torwartkollege vom zweitplatzierten SV St. Jöris, durfte sich nicht nur über das Abschneiden seines Teams freuen, sondern auch über einen Sonderpreis, mit dem seine sportliche Leistung im fortgeschrittenen Torwartalter (58) gewürdigt wurde. Denn während die Fußballschuhe der meisten ehemaligen Mitspieler (den Autor eingeschlossen) seit Jahrzehnten am Nagel hängen, hechtet Herzog immer noch dem Ball hinterher – sicher eine außergewöhnliche Geschichte.

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