Starker Auftritt ohne Happy End

Die U19 des FC Eschweiler verpasst den Aufstieg in die Bezirksliga. Das 3:3-Unentschieden beim 1. FC Düren II reichte am vergangenen Samstag nicht, um die 0:2-Hinspielniederlage noch wettzumachen. Der frisch gebackene Kreispokalsieger zeigte am Ende einer langen Spielzeit aber eine nicht nur fußballerisch, sondern auch charakterlich einwandfreie Leistung – wenn auch ohne das erhoffte Ergebnis.

Gegentreffer mit dem Schlusspfiff

Im Hinspiel ließen die Jungs des FCE früh eine sehr gute Einschussmöglichkeit ungenutzt, während die Gäste nur wenige Minuten später zum 1:0 trafen – vielleicht ja ein Schlüsselszene? Nach einer zunächst ausgeglichenen Partie, sahen die zahlreichen Zuschauer im Sportpark am See in der zweiten Halbzeit eine immer stärker werdende Heimmannschaft, die auf den Ausgleich drängte, im Abschluss aber weiter glücklos blieb. Und wie es dann oftmals kommt – Statt des erhofften Ausgleichs, fiel kurz vor dem Schlusspfiff das 2:0 für die Gäste aus Düren. Für die Indelöwen war der späte Gegentreffer ein Nackenschlag und gleichzeitig eine schwere Hypothek für die zweite Partie nur drei Tage später.

Von Resignation keine Spur

Auch wenn die Enttäuschung und der Frust über die Hinspielniederlage im ersten Moment groß war, startete das Team von Coach Ole Pontzen sehr konzentriert und entschlossen in das Rückspiel im Dürener Süden. Belohnt wurde der couragierte Auftritt mit zwei Toren (4./16.) durch Sonderliga-Torschützenkönig Lennart Pontzen. Damit egalisierten die Indelöwen das Ergebnis aus der ersten Begegnung zu einem sehr frühen Zeitpunkt und nährten den Glauben daran, dem Rennen um den Aufstieg eine entscheidende Wende geben zu können. Relativ überraschend und eher unglücklich fiel dann allerdings das 1:2 durch ein Eigentor von FCE-Innenverteidiger Finn Wagner. Kurz nach der Pause (48.) stellte Stürmer Lennart Pontzen den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, der dann auch bis zur 63. Minute Bestand hatte. Als Kräfte und Konzentration bei den Indelöwen langsam nachließen, kamen die Gastgeber zu Chancen, von denen sie schließlich zwei zum 3:3- Endstand nutzten – für die FCE-Jungs das Ende aller Aufstiegsträume, nach einer überzeugenden Leistung, allerdings unter kaum tragbaren Bedingungen.

Zwischen Ignoranz und Verantwortungslosigkeit

Während das Ergebnis vielleicht schmerzhaft, aber als Resultat eines sportlichen Wettbewerbs zu akzeptieren ist, fällt das an anderer Stelle eher schwer. Dass der 1. FC Düren einer Verlegung des Spiels angesichts der klimatischen Bedingungen nicht zugestimmt hat, ist einigermaßen skandalös und wenig verantwortungsvoll, auch den eigenen Spielern gegenüber. Es ist doch absurd, in den USA werden Profifußballspieler bei 20 Grad zu Werbetrinkpausen genötigt, während in der nordrhein-westfälischen Provinz jugendliche Amateurkicker unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen antreten „müssen“. Der FVM beschränkt sich unterdessen auf Empfehlungen und delegiert Entscheidungen auf Vereine und Eltern – auch ein Weg. Dass es anders geht, zeigen Verbände wie der FVN, die am vergangenen Wochenende alle Begegnungen untersagt haben. Glückwunsch dazu.

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